Bruttoarbeitslohn

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Bruttoarbeitslohn!

- nur „brutto“ zählt -

Es tut zwar alle Monate wieder nicht nur in der Seele weh, aber zu ändern ist es nicht: Der Ihnen vom Arbeitgeber gezahlte Lohn wird entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen um bestimmte Einbehalte (Lohn-, Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag und Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung) gekürzt. Der klägliche Rest fließt dann auf Ihr Konto. In Ihrer Steuererklärung geben Sie bitte den Bruttoarbeitslohn an.


Wichtig:

Im Bruttoarbeitslohn enthaltene Versorgungsbezüge müssen Sie zusätzlich auch in Zeile 11 der ANLAGE N eintragen.


Arbeiten Sie mit einem Softwareprogramm, dass Ihnen bei der Steuererklärung hilft (Beispielsweise dem WISO Sparbuch) oder elektronischen Formularen, so tragen Sie in das Fenster für die „Lohnsteuerbescheinigung“ auch alle weiteren Beträge ein, die vom Arbeitgeber auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt sind. Waren Sie bei mehreren Arbeitgebern gleichzeitig beschäftigt, so machen Sie die Eintragungen getrennt für jede Lohnsteuerbescheinigung. Wenn Sie verheiratet sind und als Ehepaar zusammenveranlagt werden, fügen Sie bitte Ihre Lohnsteuerbescheinigung 2008 sowie die Ihres Ehepartners der Steuererklärung bei. Es sind auch ggf. alle weiteren Lohnsteuerbescheinigungen beizulegen. Auch wenn sich Ihr Ehepartner in keinem Beschäftigungsverhältnis befindet, gehört dessen Lohnsteuerbescheinigung hinzu.
Haben Sie von Ihrem Arbeitgeber Ihre Lohnsteuerkarte 2008 (auch eine zweite oder weitere Lohnsteuerkarte oder Lohnsteuerkarten Ihres Ehegatten) zurückerhalten, so fügen Sie diese der Steuererklärung bei, auch dann, wenn die Lohnsteuerkarte keine Eintragung eines Arbeitgebers enthält.

Auch Sachbezüge gehören dazu!

Als Arbeitslohn gelten grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder Geldeswert, die Sie in Ihrem Job erhalten. Dabei ist es grundsätzlich gleichgültig, ob Ihnen der Arbeitgeber direkt oder ein Dritter Ihr Entgelt zukommen lässt. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie sind angestellter Stationsarzt im Krankenhaus und Ihrem Chefarzt ist es ein Anliegen, Sie an seinen Einnahmen zu beteiligen (BFH-Urteil vom 11. November 1971, BStBl 1972 II, S. 213): Auch diese Einnahme ist ein Arbeitslohn. Einnahmen müssen aber nicht unbedingt nur „cash“ geleistet werden, sondern sie können auch unentgeltlich als Waren, Gegenstände, Dienstleistungen (die Benutzung des Firmenautos für Privatfahrten, die günstige Wohnung oder das verbilligte Darlehen) usw. vorliegen. In diesen Fällen spricht man von Sachbezügen oder allgemein von geldwerten Vorteilen. Die Sachbezüge und geldwerten Vorteile werden bewertet und sind im Bruttoarbeitslohn in Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung enthalten.


Achtung: Nach § 37b EStG darf (Wahlrecht) der Arbeitgeber ab 2007 bestimmte Sachzuwendungen, z.B. Geschenke, pauschal mit 30% besteuern; in einem derartigen Fall sind diese Sachzuwendungen nicht in der Zeile 3 der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitnehmers enthalten und bleiben bei der Ermittlung der Einkünfte außer Ansatz; die Pauschsteuer darf im Gegenzug nicht auf die persönliche Einkommensteuer angerechnet werden. Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmer hierüber zu informieren.

Die vollständigen Einnahmen eines Kalenderjahres werden bei einem Arbeitsverhältnis durch die Lohnsteuerbescheinigung belegt, auf der der Arbeitgeber alle steuerpflichtigen Einnahmen vermerkt hat. In diesen Beträgen sind dementsprechend Geldleistungen (Barlohn) und Sachbezüge enthalten.

Auch hier gibt es wieder einen Sonderfall zu beachten: die Rückzahlung von Einnahmen. Zurückgezahlte Einnahmen kürzen als negative Einnahmen die Einnahmen des laufenden Kalenderjahres. Sie sind keine Werbungskosten. Daraus können sich in ganz besonders gelagerten Fällen negative Arbeitseinkommen ergeben.


Beispiel:

Der Arbeitnehmer, Herr Müller, der zum Jahresende aus der Firma ausgeschieden ist und im neuen Kalenderjahr z.B. nur seine Altersrente bezieht, muss Arbeitslohn für das Vorjahr zurückzahlen. Die aufgrund der Rückzahlung verursachten Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit sind negativ, können aber mit anderen positiven Einkünften im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer ausgeglichen werden.



Hinweis:

Bearbeitungshinweis zum WISO Sparbuch: Sollten Sie eine Gehaltsrückzahlung geleistet haben, so können Sie in dem Bearbeitungsfenster „Lohnsteuerbescheinigung“ unter „Vorzunehmende Korrekturen“ den von Ihnen zurückgezahlten Betrag, aber mit Minuszeichen, eingeben; alles Weitere besorgt das WISO Sparbuch!


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